Deutsch-polnische Polizei: Abbau von Sprachproblemen

Deutsch-polnische Polizei: Abbau von Sprachproblemen

Mit finanzieller Hilfe der EU sollen sich deutsche und polnische Polizisten entlang der Grenze bald besser verstehen. Wie ein Sprecher der Bundespolizei am Donnerstag in Potsdam erklärte, startet am 7. November ein zusätzliches Projekt für die Einheiten in Pomellen (Mecklenburg-Vorpommern), Swiecko (Schwetig) bei Frankfurt/Oder und Ludwigsburg (Sachsen). Vorgesehen sind unter anderem Sprachkurse und Hilfen zum Abbau der Sprachbarriere. An drei Standorten gibt es schon länger gemeinsame Polizeieinheiten zur Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität.

Ein polnischer neben einem deutschen Polizisten

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Polnische und deutsche Polizisten überprüfen am frühen Morgen ein Auto. Foto: Patrick Pleul/Archiv

Das Projekt soll 18 Monate laufen und kostet rund 700 000 Euro. In der Grenzregion zu Polen in Vorpommern hatte es vor wenigen Tagen bei Hintersee eine grenzübergreifende Entführungsübung der Polizei gegeben. Dabei waren Sprachprobleme noch immer als die wesentlichen Schwierigkeiten benannt worden. Laut Bundespolizei hat die Arbeit polnischer und deutscher Beamter in Pomellen Modellcharakter für Deutschland. Seit Januar 2016 haben die 40 polnischen und deutschen Polizisten mehr als 300 Tatverdächtige festgenommen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 1. November 2018 14:30 Uhr

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