Neuer Prozess nach tödlichen Schüssen auf Imbiss-Betreiber

Neuer Prozess nach tödlichen Schüssen auf Imbiss-Betreiber

Fast fünf Jahre nach dem gewaltsamen Tod eines Imbiss-Betreibers in Wedding wird der Prozess gegen einen 47-Jährigen neu aufgerollt.

Prozessbeginn

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Der Angeklagte soll den 55 Jahre alten Geschädigten, der möglicherweise ein Nebenbuhler war, mit drei Schüssen und mehreren Messerstichen umgebracht haben. Zu Beginn der Verhandlung am Freitag (26. Oktober 2018) vor dem Landgericht schwieg der 47-Jährige zum Vorwurf des Totschlags.

BGH hob Freispruch auf

Der Angeklagte war im ersten Prozess im September 2014 freigesprochen worden. Auf die Revision der Staatsanwaltschaft und der Nebenklage hin hatte der Bundesgerichtshof (BGH) das Urteil aufgehoben. Die Würdigung der Indizien halte der rechtlichen Prüfung nicht stand, entschieden die Bundesrichter und wiesen den Fall zur Neuverhandlung an eine andere Strafkammer des Landgerichts zurück.
Der Imbiss-Betreiber war am 14. Januar 2014 in seiner Wohnung getötet worden. Die Ermittler waren von einem Streit zwischen dem 47-Jährigen und dem Opfer ausgegangen. Hintergrund sei dessen langjährige Beziehung zur Ehefrau des Verdächtigen gewesen.

Angeklagter äußerte sich nicht zur Tat

Der 47-Jährige war zwei Wochen nach dem Tod des Imbiss-Betreibers, den er seit Jahren kannte, festgenommen worden. Gegenüber der Polizei hatte er die Vorwürfe bestritten, im Prozess die Aussage verweigert. Mit dem ersten Urteil kam der Mann nach siebeneinhalb Monaten Untersuchungshaft frei. Sichergestellte DNA- und Schmauchspuren seien für einen Tatnachweis nicht ausreichend, hieß es unter anderem in der später vom BGH ausgehobenen Entscheidung. Für den zweiten Prozess sind sieben weitere Tage bis zum 30. November terminiert.
Das Blaulicht
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 26. Oktober 2018 14:59 Uhr

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