Illegale Autorennen: 347 Strafverfahren seit einem Jahr

Illegale Autorennen: 347 Strafverfahren seit einem Jahr

Berliner Ermittler haben seit einem Jahr genau 347 Strafverfahren zu illegalen Autorennen eingeleitet.

Ein Polizist schaut durch ein Lasermessgerät

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Ein Polizist kontrolliert mit einem Lasermessgerät die Geschwindigkeit von Fahrzeugen.

«Raserei ist kein Kavaliersdelikt», sagte Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) am Dienstag (16. Oktober 2018). Mitte Oktober 2017 war der Paragraf 315 im Strafgesetzbuch neu geregelt worden. Danach können nun nicht erlaubte Kraftfahrzeugrennen mit mehrjährigen Freiheitsstrafen geahndet werden. Laut Justizangaben richten sich die Ermittlungsverfahren zum Teil gegen Unbekannt. Zuvor hatte die «B.Z.» berichtet.
Von den 347 Verfahren entfielen laut Angaben 260 Verfahren auf die Amtsanwaltschaft, die leichtere Strafdelikte verfolgt. Bei der Staatsanwaltschaft werden 87 Verfahren bearbeitet. Die Ermittlungen richteten sich vorrangig gegen Jugendliche und heranwachsende Täter.

In 82 Fällen wurde Anklage erhoben

Die Mehrzahl der Verfahren sei noch nicht entschieden. Rechtskräftig abgeschlossen seien insgesamt 12 Verfahren.
Das Amtsgericht Tiergarten verhängte zum Beispiel Geldstrafen nebst Entzug der Fahrerlaubnis. In einem Fall wurde ein Raser zu einer Haftstrafe von sechs Monaten verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Das Fahrzeug wurde eingezogen.

Zahlreiche Verfahren eingestellt

Insgesamt wurden 70 Verfahren eingestellt, weil Täter nicht zu ermitteln waren oder die Voraussetzungen für eine Strafverfolgung nicht reichten.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 16. Oktober 2018 16:17 Uhr

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