Sexueller Übergriff vor Kita? Angeklagter streitet ab

Sexueller Übergriff vor Kita? Angeklagter streitet ab

Vor einer Kindertagesstätte soll ein 30-Jähriger ein dreijähriges Mädchen und dessen Mutter sexuell belästigt haben.

Berliner Landgericht

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Knapp ein Jahr nach dem mutmaßlichen Angriff hat der Angeklagte die Vorwürfe vor dem Landgericht zurückgewiesen. Die Anschuldigungen seien «frei erfunden», erklärte der Mann am 8. Oktober 2018 zu Prozessbeginn.

30-Jährige sprang wohl plötzlich aus einem Gebüsch

Die 41-jährige Mutter wollte ihre Tochter im November 2017 gerade zur Kindertagesstätte in Köpenick bringen, als der 30-Jährige plötzlich aus einem Gebüsch gesprungen sein soll. «Er ging auf das Mädchen zu und griff mit beiden Händen in dessen Genitalbereich», heißt es in der Anklage. Als die Mutter ihre Tochter schützend auf den Arm genommen habe, sei auch sie sexuell angefasst worden.

«Das Kind habe ich noch nie angefasst.»

Der Angeklagte sagte, er habe so etwas nicht gemacht. «Das Kind habe ich noch nie angefasst.» Er kenne dessen Mutter flüchtig aus einer früheren Nachbarschaft. Am mutmaßlichen Tattag habe er sich «mit ganz anderen Sachen befasst».

Mutmaßlicher Täter wird womöglich in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht

Die Mutter der damals Dreijährigen sagte, der Angeklagte sei auf den Weg gesprungen und habe sich über ihr Kind gebeugt. «Er fasste die Kleine, die etwas vor mir lief, am Po und überall an», schilderte die 41-Jährige. Bis heute würden ihre Tochter und sie psychisch unter dem Angriff leiden. Im Prozess wird auch geprüft, ob der Mann wegen einer Erkrankung in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden muss. Mit einem Urteil wird Anfang November gerechnet.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 9. Oktober 2018 10:47 Uhr

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