AfD: minderjährigen Kriminellen Sorgerecht entziehen

AfD: minderjährigen Kriminellen Sorgerecht entziehen

Die oppositionelle AfD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus hat einen Eingriff in kriminelle Strukturen von Großfamilien gefordert. Es gebe Kinder, die schon mit acht, neun Jahren kriminell auffällig werden, sagte der innenpolitische Sprecher Karsten Woldeit am Dienstag. Da solle eingegriffen werden. Auch der Entzug des Sorgerechts solle dabei ein probates Mittel sein. Die Oppositionsfraktion legte ein Papier mit Vorstellungen zur Bekämpfung der Clan-Kriminalität vor. Zur Verantwortung gezogen können Kinder erst ab 14 Jahren, zuvor sind sie strafunmündig.

Karsten Woldeit

© dpa

Karsten Woldeit (AfD) spricht bei einer Sitzung des Berliner Abgeordnetenhauses. Foto: Britta Pedersen/Archiv

Nach AfD-Vorstellungen soll der Bereich für Organisierte Kriminalität im Landeskriminalamt mit rund 50 Ermittlern verstärkt und neue Kommissariate gebildet werden. Familienmitglieder, die sich ihren Clans entziehen wollen, müssten mit einem Aussteigerprogramm unterstützt werden.
In Berlin gebe es gefestigte, abgeschottete arabischstämmige oder türkische Großfamilien, deren kriminelle Mitglieder immer wieder mit spektakulären Straftaten auffielen, so Woldeit.
Den Berliner Ermittlungsbehörden waren in den vergangenen Monaten mehrere spektakuläre Schläge gegen kriminelle Mitglieder von Großfamilien gelungen. Immobilien wurden beschlagnahmt, es gab Durchsuchungen. Nach dem Tod des Mehrfachkriminellen Nidal R., der von bislang Unbekannten erschossen wurde, befürchten die Ermittlungsbehörden Racheakten verfeindeter Clans.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 18. September 2018 12:50 Uhr

Weitere Polizeimeldungen