Polizei durchsucht Kfz-Zulassungsstelle: Bestechlichkeit?

Polizei durchsucht Kfz-Zulassungsstelle: Bestechlichkeit?

Die Berliner Polizei hat bei einer großangelegten Razzia Teile einer Kfz-Zulassungsstelle sowie Räumlichkeiten mehrerer Kfz-Zulassungsdienste durchsucht.

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Mindestens ein Behördenmitarbeiter werde der Bestechlichkeit verdächtigt, teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch (22. August 2018) mit. Der Mann soll seit Anfang des Jahres Zulassungsverfahren gegen Zahlung von jeweils bis zu 100 Euro unerlaubt beschleunigt haben. Außerdem werde gegen mindestens sieben Mitarbeiter von Kfz-Zulassungsdiensten wegen des Verdachts der Bestechung ermittelt. Insgesamt seien neun Personen im Alter von 20 bis 53 Jahren beschuldigt.

Umfangreiches Beweismaterial sichergestellt

Laut Staatsanwaltschaft wurde am Mittwoch bei der Durchsuchung von 19 Objekten im gesamten Stadtgebiet umfangreiches Beweismaterial sichergestellt. Unter anderem fanden die Ermittler 2500 Euro in der Kleidung des beschuldigten Behördenmitarbeiters. Er soll die Wartezeit auf eine Kfz-Zulassung von mehreren Wochen auf wenige Tage verkürzt haben.

Sechs Wochen Wartezeit für Termine bei Kfz-Zulassungsstelle

Die Berliner brauchen bei der An- und Abmeldung von Autos bei der Kraftfahrzeug-Zulassungsstelle trotz Neueinstellungen viel Geduld. Mindestens sechs Wochen müssten sie auf einen Termin warten, hieß es Ende Juli von der Senatsinnenverwaltung auf eine parlamentarische Anfrage.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 23. August 2018 08:41 Uhr

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