Mordprozess nach illegalem Autorennen verzögert sich weiter

Mordprozess nach illegalem Autorennen verzögert sich weiter

Die Fortsetzung des neu aufgelegten Berliner Mordprozesses gegen zwei Raser verzögert sich weiter. Nachdem die Verhandlung bereits am 21. August ausfiel, wurden nun auch die Termine am 23. August sowie an zwei weiteren Tagen aufgehoben.

Prozessbeginn

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Neben dem ursprünglichen Befangenheitsantrag der Verteidigung gegen die Richter seien weitere Befangenheitsanträge eingegangen, über die noch nicht entschieden sei, teilte Gerichtssprecherin Lisa Jani mit. Die Hauptverhandlung könne erst fortgesetzt werden, wenn über alle Anträge entschieden sei. Nach derzeitigem Stand werde von einer Fortsetzung am 31. August ausgegangen.

Anklage lautet im zweiten Prozess auf Mord

Den beiden Angeklagten im Alter von 29 und 26 Jahren wird zur Last gelegt, bei einem illegalen Autorennen auf dem Kurfürstendamm in der Nacht zum 1. Februar 2016 einen unbeteiligten 69-Jährigen getötet zu haben. Sie sollen seinen Tod billigend in Kauf genommen haben.
Die Männer stehen bereits zum zweiten Mal wegen gemeinschaftlichen Mordes vor dem Berliner Landgericht. Bislang gab es zwei Verhandlungstage. Der Prozess hatte am 14. August begonnen.

BGH kippte erstes Urteil

Im ersten Prozess waren sie im Februar 2017 als erste Raser deutschlandweit wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Doch der Bundesgerichtshof (BGH) hob das spektakuläre Urteil im März dieses Jahres auf. Der BGH sah den bedingten Tötungsvorsatz als nicht ausreichend belegt an.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 22. August 2018 16:26 Uhr

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