Nach BGH-Urteil: Erneuter Prozess wegen illegalem Autorennen

Nach BGH-Urteil: Erneuter Prozess wegen illegalem Autorennen

Nach einem tödlichen Unfall bei einem illegalen Autorennen auf dem Berliner Ku'damm beginnt am 14. August 2018 (9.15 Uhr) ein neuer Prozess am Landgericht der Hauptstadt.

Absperrung auf der Tauentzienstraße

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Die gesperrte Tauentzienstraße nach einem illegalen Autorennen.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte das Mordurteil gegen zwei inzwischen 29 und 26 Jahre alte Männer gekippt. Nun muss der Fall zum zweiten Mal verhandelt werden.

BGH kippte Urteil wegen Mordes: Tötungsvorsatz nicht ausreichend nachgewiesen

Den Angeklagten wird zur Last gelegt, einen unbeteiligten 69-Jährigen totgefahren zu haben. Das Berliner Landgericht hatte bundesweit das erste Mal in einem Raser-Fall wegen Mordes lebenslange Freiheitsstrafen verhängt. Der BGH sah aber den bedingten Tötungsvorsatz als nicht ausreichend belegt an.

Sohn des Opfers: «Es war ein Mord.»

Der Sohn des Opfers, Maximilian Warshitsky, tritt in dem Prozess als Nebenkläger auf. Es werde ein harter Gang ins Gericht, sagte der 37-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Es sei für ihn kaum erträglich, die Angeklagten wiedersehen zu müssen. «Es war ein Mord.» Er wolle weiterhin auf das Schicksal seines Vaters aufmerksam machen. Denn die Gefahren illegaler Autorennen seien enorm, so Warshitsky.
Das Blaulicht
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 13. August 2018 09:57 Uhr

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