Nach Brandanschlag: Obdachloser vor Entlassung aus Klinik

Nach Brandanschlag: Obdachloser vor Entlassung aus Klinik

Rund anderthalb Wochen nach dem Brandanschlag auf zwei Obdachlose in Schöneweide steht eines der beiden Opfer vor der Entlassung aus der Klinik.

Brandspuren am Anschlagsort S-Bahnhof Schöneweide

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Brandspuren am Anschlagsort S-Bahnhof Schöneweide. Foto: Britta Pedersen/Archiv

Der 62-Jährige sei gesundheitlich so weit wiederhergestellt, dass er das Krankenhaus in den nächsten Tagen mit einer Streetworkerin verlassen könne, sagte eine Sprecherin des Unfallkrankenhauses (UKB) in Marzahn am Mittwoch (1. August) auf Anfrage. Der Mann werde sich dann in eine organisierte Unterkunft begeben.
Nach wie vor kritisch ist hingegen der Zustand des zweiten Opfers. Der 47-Jährige liegt weiterhin in einem Schutzkoma und wird intensivmedizinisch betreut, wie die Sprecherin sagte. Ihm stünden auch noch mehrere Operationen im Zentrum für Schwerbrandverletzte der Klinik bevor, bei denen er sukzessive Hauttransplantate erhalte. Mehrere solcher OPs hat er den Angaben zufolge bereits hinter sich.
Am Abend des 22. Juli hatte ein Mann nach Angaben von Zeugen die beiden schlafenden Obdachlosen mit Benzin übergossen und angezündet. Die Opfer hatten auf dem Bahnhofsvorplatz gelagert. Der Täter entkam, Zeugen löschten den Brand. Zuletzt werteten Ermittler Aufnahmen aus Überwachungskameras aus.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 1. August 2018 14:24 Uhr

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