Untreue im Berliner Mauermuseum: Ex-Abteilungsleiter gesteht

Untreue im Berliner Mauermuseum: Ex-Abteilungsleiter gesteht

Im Berliner Mauermuseum hat ein Abteilungsleiter über Jahre hinweg Geld veruntreut und mehr als 200 000 Euro für sich abgezweigt.

Prozess

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Vor dem Landgericht gab der 39-Jährige zu Prozessbeginn am Donnerstag (26. Juli) zu, er habe Überweisungen gefälscht. «Ich habe mit dem Geld meine Spielsucht finanziert.» Zum Urteil kommt es möglicherweise am Nachmittag.
Dem damaligen Abteilungsleiter für Finanzen, Controlling und Personal werden 162 Taten in der Zeit von März 2013 bis Januar 2016 zur Last gelegt. Er habe Überweisungen gefälscht und Beträge zwischen 200 und 5500 Euro auf sein Konto transferiert.
In einer weiteren Anklage wird dem Diplom-Kaufmann vorgeworfen, im November 2015 mit seinem mitangeklagten Vater weitere 6000 Euro aus den Kassenbeständen veruntreut zu haben. Beide Angeklagte wiesen diesen Vorwurf zurück.
Weil Alexandra Hildebrandt, Direktorin des Mauermuseums am Checkpoint Charlie, und ein weiterer leitender Mitarbeiter unentschuldigt nicht als Zeugen erschienen waren, verhängte das Gericht ein Ordnungsgeld von jeweils 200 Euro, ersatzweise vier Tage Ordnungshaft. Zudem wurde die polizeiliche Vorführung zum nächsten Prozesstermin angeordnet. Verhandelt werde dann nur gegen den Vater, teilte das Gericht mit.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 26. Juli 2018 13:39 Uhr

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