Genaue Registrierung der Angriffe auf Obdachlose gefordert

Genaue Registrierung der Angriffe auf Obdachlose gefordert

Nach einem Brandanschlag auf zwei Obdachlose in Berlin hat die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe eine einheitliche Registrierung und Zählung solcher Taten gefordert.

Zwei Obdachlose an S-Bahnhof angezündet

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Ein paar Habseligkeiten der Obdachlosen und eine Rose eines Passanten liegen auf einer Decke am S-Bahnhof Schöneweide.

«Momentan werden Attacken nicht speziell registriert, sondern nur allgemein unter Hasskriminalität gespeichert», sagte die Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft, Werena Rosenke, der in Berlin erscheinenden Tageszeitung «Neues Deutschland» (24. Juli). Unter Hasskriminalität würden aber auch andere Angriffe verzeichnet. «Die Gewalt gegen Wohnungslose wird dadurch unsichtbar», sagte Rosenke.
Berlins Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linkspartei) verurteilte den Angriff scharf. »Das ist eine verabscheuungswürdige Tat«, sagte Breitenbach. Leider sei es nicht das erste Mal, dass solche brutalen Angriffe auf obdachlose Menschen geschehen. Die Senatorin äußerte die Hoffnung, dass der oder die Täter bald gefunden und zur Rechenschaft gezogen werden.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 24. Juli 2018 08:34 Uhr

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