Safe aus Kanal gefischt: Dokumente von Mielke-Sohn

Safe aus Kanal gefischt: Dokumente von Mielke-Sohn

In einem zufällig aus dem Wasser gefischten Tresor sind in Berlin Dokumente des Sohns von Ex-Stasichef Erich Mielke (1907-2000) gefunden worden.

Polizeiabsperrung

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Schlüssel, Bankkarte, Personaldokumente und Sparbücher seien in dem aufgebrochenen Safe gewesen, teilte die Polizei am 17. Juli mit. Der Tresor stamme wahrscheinlich aus einem Einbruch vor zehn Jahren bei dem heute 69-Jährigen in Lichtenberg. Zuvor hatten «Bild» und «B.Z.» berichtet.
Ein 28-Jähriger hatte laut Polizei mit einem Magneten den Geldschrank aus dem Spandauer Schifffahrtskanal an der Seestraße/Ecke Nordufer geangelt. Der Mann habe dann am vergangenen Freitag (13. Juli) die Polizei alarmiert und den Zufallsfund übergeben. Nach Angaben der beiden Zeitungen sucht der 28-Jährige mit Magneten gezielt nach Schrott aus Gewässern. Der Geldschrank soll mindestens 30 Kilo gewogen haben.
Es deute darauf hin, dass die Dokumente zu dem Mielke-Sohn und dessen Frau gehören, sagte eine Polizeisprecherin. Täter des Einbruchs vom August 2008 wurden nicht gefasst. Jetzt wird laut Polizei geprüft, ob Ermittlungen aufgenommen werden. Unklar sei noch, ob damals Anzeige erstattet wurde oder ob die Ermittlungen zwischenzeitlich eingestellt und der Vorgang wegen der Fristen aus dem Polizeicomputer gestrichen wurde.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 17. Juli 2018 15:09 Uhr

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