Serie von Autobrandstiftungen: Angeklagter gesteht

Serie von Autobrandstiftungen: Angeklagter gesteht

Fast sechs Jahre nach mehreren Brandanschlägen auf Autos in der Berliner Innenstadt mit 14 beschädigten Fahrzeugen hat ein Angeklagter gestanden.

Justitia vor Gericht

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Aus persönlichem Frust und unter Einfluss von Drogen sei es zu den Taten gekommen, erklärte der 30-Jährige am Dienstag (17. Juli) zu Prozessbeginn vor dem Amtsgericht Tiergarten. An Einzelheiten habe er allerdings keine Erinnerung. Laut Anklage soll der Maschinist innerhalb von 17 Minuten sechs Autos angezündet haben. Durch die Flammen seien acht weitere Fahrzeuge beschädigt worden.

Keine politischen Motive

Der 30-Jährige sagte, politische Hintergründe hätten keine Rolle gespielt. «Ich habe auch nichts gegen Autos.» Er sei Ende Oktober 2012 in seiner Heimatstadt in Sachsen-Anhalt in den nächstbesten Zug gestiegen. «Ich hatte meine Arbeit und meine Familie verloren, ich wollte weg.» Warum er Autos anzündete, könne er nicht erklären.

14 Fahrzeuge wurden beschädigt

Laut Anklage soll der Mann dem Harz zunächst in einem Parkhaus den Buchstaben «A» in Form des Anarchiezeichens in die Motorhaube eines hochwertigen Fahrzeugs geritzt haben. Anschließend habe er an einer Tankstelle rund fünf Liter Benzin in einen Kanister gefüllt und den Kraftstoff gestohlen. Kurz darauf habe er in den Stadtteilen Prenzlauer Berg und Mitte immer wieder Autos mit Benzin übergossen und in Brand gesteckt.
Eine sichergestellte DNA-Spur soll schließlich den Verdacht gegen den 30-Jährigen erhärtet haben. Die Anklage lautet auf Brandstiftung, Sachbeschädigung und Diebstahl.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 17. Juli 2018 15:04 Uhr

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