Haftstrafen im Prozess um Jüterboger Brandanschlag gefordert

Haftstrafen im Prozess um Jüterboger Brandanschlag gefordert

Im zweiten Prozess um den Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim in Jüterbog (Teltow-Fläming) hat die Staatsanwaltschaft für den Vater eines Brandstifters siebeneinhalb Jahre Haft gefordert.

Landgericht Potsdam

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Der 44-Jährige soll laut Anklage seinen Sohn und einen Mittäter im Oktober 2016 zu dem Anschlag auf ein Heim für minderjährige Flüchtlinge angestiftet haben.
Für den mutmaßlichen Komplizen des 21-jährigen Sohnes forderte die Anklagebehörde am 5. Juli vor dem Landgericht Potsdam in dem nicht öffentlichen Prozess viereinhalb Jahre Haft, wie Gerichtssprecherin Sabine Dießelhorst berichtete. Die Verteidiger der beiden Angeklagten forderten jeweils Bewährungsstrafen. Die Urteile sollen am Montag (9. Juli) gesprochen werden.
Der 21-Jährige und sein Mittäter hatten laut Anklage in der Tatnacht jeweils einen Molotowcocktail auf das Heim geworfen. Einer davon prallte an der Hauswand ab, der andere setzte eine Gardine in einem Abstellraum in Brand. Verletzt wurde niemand. Dafür war der Sohn bereits vergangenen November zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe und 200 Sozialstunden in einem Flüchtlingsheim verurteilt worden. Nun stehen dessen Vater und der mutmaßliche Komplize vor Gericht.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 5. Juli 2018 17:32 Uhr

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