Berlin-Touristen bei Hütchenspiel betrogen: Geldstrafe

Berlin-Touristen bei Hütchenspiel betrogen: Geldstrafe

Weil er als Hütchenspieler zwei Berlin-Besucher betrogen und einen weiteren Touristen bestohlen hatte, ist ein 47-Jähriger zu 1650 Euro Geldstrafe verurteilt worden.

Strafprozessordnung

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Den Geschädigten sei eine Gewinnchance vorgegaukelt worden, die nie bestanden habe, begründete das Amtsgericht Tiergarten am Freitag. Der Angeklagte hatte zuvor gestanden, dass es sich um manipulierte Spiele gehandelt habe. Der Mann aus Mazedonien wurde zudem wegen Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz schuldig gesprochen.

Täter war sogenannter «Spielmacher»

Der vierfache Vater war mit gesondert verfolgten Komplizen unterwegs, als es zu den Taten in der Zeit zwischen Januar und Juni 2017 kam. Der 47-Jährige sei als sogenannter «Spielmacher aktiv gewesen, hieß es in der Anklage. In einem Fall habe ein Ingenieur aus der Türkei auf der Schlossbrücke in Mitte 800 Euro durch das falsche Spiel des 47-Jährigen mit drei kleinen Schachteln und einer Kugel eingebüßt.

Gericht folgte den Anträgen von Staatsanwältin und Verteidigung

Ein Polizeibeamter sagte, der Angeklagte sei erstmals im Spätsommer 2013 in Berlin als Hütchenspieler aufgefallen. Er habe seitdem immer wieder Spielergruppen angehört, die arbeitsteilig agierten und auch «Aufpasser» einsetzten. Es sei kaum möglich, Trickbetrügereien direkt zu beobachten, weil die Täter eng zusammenrücken und das falsche Spiel verdeckten.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 15. Juni 2018 14:34 Uhr

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