Prozess um illegales Autorennen gegen 19-Jährigen

Prozess um illegales Autorennen gegen 19-Jährigen

Weil er sich ein illegales Autorennen geliefert und mit mehr als 105 km/h durch Kreuzberg gerast sein soll, steht ein 19-Jähriger vor dem Amtsgericht Tiergarten.

Justitia im Gericht

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Die Anklage gehört zu den ersten in der Hauptstadt, die auf Grundlage des neuen Paragrafen 315 d des Strafgesetzbuches erhoben wurde. Die Regelung gilt seit Oktober 2017 und sieht verschärfte Sanktionen für verbotene Rennen vor.

Angeklagter schwieg zu Prozessbeginn

Der Lehrling war laut Anklage in einem weißen Sportwagen unterwegs, als er im November 2017 Beamten einer Zivilstreife auffiel. Der 19-Jährige habe zunächst mit überhöhtem Tempo versucht, schneller als der Fahrer eines roten Sportwagens zu sein. Beide hätten dann «mit quietschenden Reifen und aufheulenden Motoren beschleunigt».

Fahrer fuhr über 100 km/h

Ein Polizist sagte als Zeuge, beide Fahrer hätten zunächst an einer Ampel mit dem Gas gespielt, dann seien sie rasant losgefahren. «Obwohl auch wir schließlich etwa 100 km/h fuhren, konnten wir den Abstand nicht verringern.» Als der Angeklagte an einer roten Ampel stoppte, hätten sie ihn aus dem Verkehr gezogen. Damals habe der 19-Jährige ein illegales Rennen bestritten und erklärt, er sei auf dem Weg zu einer Hochzeit und habe zum Konvoi aufschließen wollen.

Illegale Autorennen werden seit Oktober strenger verfolgt

Nach dem neuen Paragrafen können Teilnehmer mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren belegt werden. Wer bei einem verbotenen Rennen Menschen tötet oder schwer verletzt, muss mit bis zu zehn Jahren Haft rechnen. Der Prozess geht am 25. Juni weiter.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 12. Juni 2018 16:22 Uhr

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