Lebenslange Haft nach Giftmord an Kleinkind gefordert

Lebenslange Haft nach Giftmord an Kleinkind gefordert

Im Prozess um den Giftmord an einem eineinhalb Jahre alten Kind soll am 4. Mai das Urteil verkündet werden. Das teilte das Landgericht Potsdam am Freitag mit. In ihrem Plädoyer hatte die Staatsanwaltschaft demnach für den 37 Jahre alten Angeklagten lebenslange Haftstrafe gefordert. Auch solle die besondere Schwere der Schuld festgestellt werden. Zuvor hatten die «Potsdamer Neuesten Nachrichten» (Freitag) berichtet.

Der Potsdamer soll den eineinhalbjährigen Sohn seiner damaligen Lebensgefährtin im März 2014 mit einem tödlichen Medikamentencocktail vorsätzlich vergiftet haben. Er habe Ruhe vor dem schreienden Kind haben wollen, hieß es.
Die Mutter, die als Nebenklägerin im Prozess auftritt, forderte ebenfalls die Höchststrafe, wie ein Gerichtssprecher sagte. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch.
Schon einmal hatten Staatsanwaltschaft und Mutter vor dem Potsdamer Gericht die Höchststrafe beantragt. Doch wegen dem überraschenden Tod eines Schöffen im Dezember 2017 musste der Fall neu aufgerollt werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 27. April 2018 13:40 Uhr

Weitere Meldungen