Chemikalie auf Denkmal für Burak B.: Bestürzung in Neukölln

Chemikalie auf Denkmal für Burak B.: Bestürzung in Neukölln

Der Chemikalien-Angriff auf das neue Denkmal für den in Berlin-Neukölln erschossenen Burak B. hat im Bezirk für Bestürzung gesorgt. Die Tat mache fassungslos, erklärte die Neuköllner SPD am Freitag. Der Rechtsanwalt Ogün Parlayan, der die Familie von Burak B. vertritt, erklärte auf Anfrage: «Die offensichtlich vorsätzliche Beschädigung des erst vor zwei Wochen enthüllten Mahnmals stellt einen weiteren feigen Akt fremdenfeindlicher Gesinnung dar.» Er hoffe, dass der Staatsschutz den oder die Täter unverzüglich ermitteln könne. 

Die Bronzeskulptur in der Rudower Straße zum Gedenken an die tödlichen Schüsse auf den 22 Jahre alten Deutschtürken Burak B. vor sechs Jahren war am 8. April enthüllt worden. Der Täter von damals entkam unerkannt. Er hatte unvermittelt auf eine Gruppe junger Männer geschossen, von denen zwei weitere lebensgefährlich verletzt wurden.
Das mit 40 000 Euro aus Spendengeldern finanzierte Denkmal wurde laut Polizei zwischen dem 14. und 18. April mit einer Chemikalie beschädigt, Farbveränderungen waren die Folge. Die Polizei veröffentlichte am Donnerstag einen Zeugenaufruf.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 20. April 2018 11:40 Uhr

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