Drogenhandel: Tunesier aus Sachsen in Abschiebehaft

Drogenhandel: Tunesier aus Sachsen in Abschiebehaft

Ein am Wochenende in Berlin festgenommener abgelehnter Asylbewerber aus Sachsen befindet sich nun in Abschiebehaft. Einem entsprechenden Antrag habe das Berliner Amtsgericht Tiergarten am Montagabend zugestimmt, teilte die sächsische Landesdirektion am Dienstag in Dresden mit.

Amtsgericht Tiergarten

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Das Schild des Amtsgerichts Tiergarten mit dem Berliner Stadtwappen.

Der Tunesier, der des Drogenhandels beschuldigt wird und gegen den in Sachsen bereits ein Abschiebeverfahren lief, war untergetaucht, nachdem er Anfang Dezember in Berlin zunächst festgenommen, dann aber wieder auf freien Fuß gesetzt worden war.

Richter verordnet Abschiebehaft

Nach der Entscheidung des Haftrichters am Amtsgericht Tiergarten sei der Mann in eine «der in Deutschland verfügbaren Abschiebehaftanstalten» gebracht worden, sagte ein Sprecher der Landesdirektion, ohne Einzelheiten zu nennen. Derzeit gibt es solche Hafteinrichtungen nur im Westen Deutschlands. Ein in Dresden geplantes Abschiebegefängnis befindet sich noch im Bau.

Täter als mutmaßlicher Gefährder eingestuft

Der Tunesier, der sich laut Berliner Polizei mehr als 20 Alias-Namen zugelegt hatte, war zwischenzeitlich als möglicher sogenannter Gefährder bezeichnet worden. Diesbezüglich lägen den Ermittlungsbehörden jedoch keine Erkenntnisse vor, hieß es in Dresden.
Das Blaulicht
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 13. Februar 2018 16:48 Uhr

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