Berliner Museumsverein erinnert an jüdische Mitglieder

Berliner Museumsverein erinnert an jüdische Mitglieder

Mit einer Gedenktafel in der Gemäldegalerie erinnert der Kaiser Friedrich Museumsverein an das Schicksal jüdischer Mitglieder während des Nationalsozialismus. «Aufgrund des Antisemitismus mussten sie Deutschland verlassen oder wurden deportiert und ermordet», heißt es auf der Tafel des Fördervereins, die am Montag offiziell eingeweiht wurde.

In den 1920er Jahren sei die Mehrzahl der Mitglieder jüdisch gewesen oder habe jüdische Vorfahren gehabt. Sie hätten mit außerordentlichem Engagement zu einem erheblichen Teil den Reichtum der von ihnen geförderten Sammlungen begründet. «Ihrer aller in Ehren zu gedenken und die Erinnerung an sie und ihre Schicksale mahnend wachzuhalten, ist und bleibt unsere Pflicht», heißt es weiter auf der Tafel.
Der Verein hatte vor einigen Jahren ein Gutachten zur eigenen Vergangenheit in Auftrag gegeben, das unter einigen Mitgliedern zu Diskussionen geführt hatte. Es wurden auch Biografien früherer jüdischer Mitglieder veröffentlicht. Der Ende des 19. Jahrhunderts gegründete Verein unterstützt die Gemäldegalerie und die Skulpturensammlung vor allem mit dem Erwerb von Kunstwerken.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 8. November 2021 16:06 Uhr

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