WHO-Frühwarnzentrum für Pandemien startet in Berlin

WHO-Frühwarnzentrum für Pandemien startet in Berlin

Zur besseren Vorbereitung auf künftige Pandemien hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Berlin ein Frühwarnzentrum geschaffen.

Pandemie-Frühwarnzentrum der WHO

© dpa

Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) durchschneiden symbolisch ein Band bei der Einweihungszeremonie des "WHO Hub For Pandemic And Epidemic Intelligence".

Als Gründungspartner beteiligt sind daran auch das Robert Koch-Institut und die Charité. Das neue Zentrum, das seinen Sitz zunächst auf dem Charité-Campus Mitte hat und später an den Moritzplatz in Kreuzberg umziehen soll, wurde am 01. September 2021 von Bundeskanzlerin Angela Merkel und WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus eröffnet.

Pandemie-Früherkennung durch Datenanalyse

Es soll unter anderem Daten über Krankheiten, Tiergesundheit, Bevölkerungsbewegungen und die Folgen der Klimakrise bündeln. So sollen Muster frühzeitig erkannt und anhand von Computermodellen Bedrohungsszenarien erstellt werden, wie die WHO mitteilte. Ziel sei es, bei einer neuen Pandemie früher Maßnahmen umzusetzen, damit ein Erreger sich möglichst nicht auf der ganzen Welt verbreitet. Als Gründungskapital nannte die WHO die Summe von 100 Millionen US-Dollar (84,6 Millionen Euro).
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Epidemiologe Chikwe Ihekweazu wird Direktor des WHO-Hubs

Erster Direktor des «WHO Hub for Pandemic and Epidemic Intelligence» ist der in Deutschland geborene nigerianische Epidemiologe Chikwe Ihekweazu, der zurzeit die Gesundheitsbehörde Nigerias leitet. «Wir haben jetzt die einmalige Chance, international aus der Covid-19-Pandemie zu lernen und uns für kommende große Krisen vorzubereiten», sagte Charité-Vorstandschef Heyo Kroemer. «Unser Ziel ist es, die klügsten Köpfe aus verschiedenen Disziplinen und Ländern für die Arbeit an herausfordernden Problemen des Epidemie- und Pandemie-Risikomanagements zu begeistern und für Berlin zu gewinnen.» Inhaltlich solle es dabei zum Beispiel auch um die Ausbildung künftiger Gesundheitsfachkräfte gehen, ergänzte der WHO-Chef.
«Die Entscheidung der WHO für Berlin und die enge Kooperation ihres Hubs mit der Charité unterstreicht die hohe Attraktivität unserer Stadt als Ort exzellenter Forschung und des internationalen Dialogs», sagte Berlins Regierender Bürgermeister und Wissenschaftssenator Michael Müller (SPD).

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 2. September 2021 08:35 Uhr

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