Kalayci sieht sich durch Votum der Impfkommission bestätigt

Kalayci sieht sich durch Votum der Impfkommission bestätigt

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci hat die Entscheidung der Ständigen Impfkommission (Stiko) begrüßt, nunmehr Corona-Impfungen für alle Kinder ab zwölf Jahren zu empfehlen.

Corona-Impfung

© dpa

Eine Mitarbeiterin eines Impfteams überprüft eine Spritze mit einem Impfstoff gegen Covid-19.

«Ich sehe mich durch die Stiko darin bestätigt, mit meinem Brief den jungen Berlinerinnen und Berlinern ein Impfangebot gemacht zu haben», sagte die SPD-Politikerin am Montag (16. August 2021) auf dpa-Anfrage. Sie bezog sich dabei auf ein Schreiben an rund 180.000 12- bis 17-Jährige, in dem sie jüngst für eine Impfung geworben hatte. «Ich ermuntere Eltern, Erziehungsberechtigte und Kinder, hierzu das gemeinsame Gespräch zu suchen», fügte Kalayci am Montag hinzu.
Die Stiko hatte kurz zuvor mitgeteilt, «dass nach gegenwärtigem Wissensstand die Vorteile der Impfung gegenüber dem Risiko von sehr seltenen Impfnebenwirkungen überwiegen». Der offizielle Empfehlungstext liegt noch nicht vor, Änderungen sind noch in einem Abstimmungsverfahren mit Ländern und Fachkreisen möglich.
Bisher empfahl das unabhängige Gremium Impfungen bei Kindern zwischen 12 und 17 Jahren nur bei höherem Risiko für schwere Corona-Verläufe, etwa wegen Erkrankungen wie Diabetes. Allerdings waren Impfungen auch anderer Kinder und Jugendlicher aus dieser Altersgruppe schon bisher nach ärztlicher Aufklärung und individueller Entscheidung von Kindern und Eltern möglich.
In Berlin sind nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) bislang 13,9 Prozent der 12- bis 17-Jährigen vollständig geimpft. In der Altersgruppe 18-59 liegt diese Quote bei 59,8 Prozent, in der Altersgruppe 60 plus bei 83,8 Prozent. Bezogen auf die gesamte Berliner Bevölkerung sind 56,5 Prozent vollständig geimpft (Stand: Sonntag).

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 16. August 2021 15:35 Uhr

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