Neues Anti-Terrorzentrum wird an Berliner Polizei übergeben

Neues Anti-Terrorzentrum wird an Berliner Polizei übergeben

Der erste Teil des künftigen Anti-Terrorzentrum der Berliner Polizei wird am Montag übergeben. Innensenator Andreas Geisel (SPD) und Polizeipräsidentin Barbara Slowik werden die bereits fertigen Teile des umgebauten alten Postgebäudes an der Ringbahnstraße in Tempelhof besichtigen.

Blaulicht

© dpa

Ein Einsatzfahrzeug der Polizei steht am Straßenrand.

1200 Kriminalpolizisten sowie Angestellte aus dem Landeskriminalamt (LKA) sollen in Zukunft dort arbeiten. In den nächsten Monaten soll «polizeispezifische Technik» eingebaut werden. Ab Ende 2021 ziehen erste Abteilungen des LKA, zuständig für Islamismus und Terrorabwehr, ein. Das ehemalige Reichspostzentralamt sei nun ein «modernes, multifunktionales und zukunftssicheres Dienstgebäude», so die Senatsinnenverwaltung am 13. Juli 2021. Es soll «erhebliche Verbesserungen beim Kampf gegen islamistischen Terrorismus, für die Gefahrenabwehr generell und die Bekämpfung schwerer und schwerster Kriminalität» bringen.
Die LKA-Abteilungen 8 (Islamismus und Terrorabwehr) und 6 (Spezialeinsatzkommandos (SEK) und Observationseinheiten) sollen im neuen Anti-Terrorzentrum nah beieinander arbeiten. Slowik sagte im Winter: «Auswertung, Analyse, Umsetzung an einem Ort in engem Austausch.» Der Umbau des in den 1920er Jahren errichteten und nun von der Polizei gemieteten Reichspostzentralamts hatte sich mehrfach verzögert. Die Kosten stiegen, zuletzt war von voraussichtlich 45 Millionen Euro die Rede. Das Hauptgebäude des LKA am Platz der Luftbrücke sowie weitere Standorte waren zu voll geworden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 14. Juli 2021 09:25 Uhr

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