Keine Rückkehr als Trainer: Hausding peilt Medaille an

Keine Rückkehr als Trainer: Hausding peilt Medaille an

Wasserspringer Patrick Hausding will nach seinen letzten Olympischen Spielen mit Medaillen nach Berlin heimkehren. «Wir haben in den letzten sechs, sieben Wochen gerade mit Lars Rüdiger auf dem 3-Meter-Brett Synchron als Europameister und Vize-Weltcupsieger klargemacht, dass wir um Medaillen mitspringen können und müssen es eigentlich auch, mit dem was wir können», sagte der 32-Jährige, der bereits jeweils einmal Silber und Bronze ersprungen hatte, im Hinblick auf die Wettkämpfe in Tokio.

Patrick Hausding

© dpa

Der Wasserspringer Patrick Hausding.

Bei seiner vierten Teilnahme an den Spielen befindet sich Hausding, der auch ein Kandidat als deutscher Fahnenträger für die Eröffnungsfeier ist, in einem emotionalen Spannungsgeflecht. Auf der einen Seite gibt er sich ein entspannt, da «es nicht meine ersten Spiele sind.» Trotzdem sei er aufgeregt. Auch deshalb weil es seine letzten Olympischen Spiele sein werden. «Die nächsten sind in drei Jahren. Bis dahin werde ich keinen Leistungssport mehr machen. Ich schaue, wie es nach diesen Olympischen Spielen aussieht, ob ich vielleicht noch ein Jahr dranhänge oder auch zwei», sagt der angehende Lehrer.
Ob er nach seiner aktiven Karriere den erlernten Beruf dann tatsächlich ausüben wird, hält sich Hausding offen. Eine Rückkehr ans Becken als Trainer kommt für den Berliner aber nicht in Frage. «Das habe ich mir rausgenommen. Das Leistungssportleben lebt man als Trainer irgendwie ein bisschen weiter. Der Leistungsdruck ist weiterhin da. Man wird nur danach bewertet, was alle vier Jahre passiert», skizziert Hausding die Aufgabe der leitenden Verantwortlichen, «man ist viel von zuhause weg. Das habe ich in den letzten 25 Jahren lange genug gemacht, auch in dieser Intensität. Von daher ist das keine Option.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 13. Juli 2021 05:05 Uhr

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