Hilfsorganisationen wollen ohne Zentren bei Impfungen helfen

Hilfsorganisationen wollen ohne Zentren bei Impfungen helfen

Das Berliner Rote Kreuz (DRK) hat dem Senat auch nach Schließung der Impfzentren Hilfe bei der Impfkampagne angeboten. «Für uns war und ist es selbstverständlich, dass unsere Unterstützung erst dann endet, wenn die Pandemie besiegt ist», erklärte DRK-Präsident Mario Czaja am Freitag laut einer Mitteilung. Neben dem DRK würden demnach auch vier weitere Hilfsorganisationen über den 30. September hinaus die Impfkampagne des Landes unterstützen, wenn dies vom Senat gewünscht wird. Zu diesen Organisationen zählen der Arbeiter-Samariter-Bund, die Malteser, die Johanniter und die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, sagte ein Sprecher.

Ein Mitarbeiter vom Impfzentrum hält eine Spritze in der Hand

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Ein Mitarbeiter vom Impfzentrum hält eine Spritze mit dem Covid-19-Impfstoff in der Hand.

Berlin will die Mehrzahl seiner sechs Impfzentren in der Corona-Pandemie früher schließen als bislang geplant. Grund sei ein Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz, teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit am Donnerstag auf Anfrage mit. Danach sollen die Länder ihre bisherigen Impfangebote spätestens zum 30. September reduzieren, zum Beispiel durch Schließungen von Impfzentren, Personalabbau oder eine Einschränkung der Öffnungszeiten. Kompensiert werden sollen die wegfallenden Angebote durch die hausärztliche und betriebsärztliche Versorgung sowie durch die Stärkung von mobilen Impfteams je nach Bedarf.
Genaue Abgaben dazu, welche Impfzentren in Berlin wann geschlossen werden sollen, machte die Senatsverwaltung nicht. Sie bestätigte aber Medienberichte über laufende Planungen. Danach könnte das Impfzentrum Tempelhof am 20. Juli schließen, gefolgt vom Velodrom am 19. August. Bis Ende August könnten dann auch die Impfzentren in der Arena in Treptow und im Erika-Heß-Eisstadion schließen. Übrig bleiben würden dann die Zentren an der Messe und in Tegel.
Berlin verzeichnete am Freitag erneut einen leichten Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz. Innerhalb einer Woche wurden zuletzt 6,9 Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner erfasst, wie aus dem Dashboard des Robert Koch-Instituts am Freitagmorgen (Stand 03.13 Uhr) hervorging. Am Donnerstag hatte der Wert bei 6,2 gelegen, am Mittwoch bei 5,6 Ansteckungen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 9. Juli 2021 17:03 Uhr

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