Landessportbund Berlin verleiht erstmals Kinderschutzsiegel

Landessportbund Berlin verleiht erstmals Kinderschutzsiegel

Der Landessportbund Berlin hat erstmals das im September 2020 neu eingeführte Kinderschutzsiegel gegen die Gewalt gegen Kinder und Jugendliche im Sport verliehen. Am Montag veröffentlichte der LSB ein Video mit der digitalen Übergabe des Zertifikats an zwei Verbände und zwei Vereine. Neben dem Landestanzsport-Verband Berlin erhielt auch der Berliner Turn- und Freizeitsport-Bund, mit 90.000 Aktiven der zweitgrößte Sportverband in der Hauptstadt, das Kinderschutzsiegel. Daneben wurden mit dem Turnverein Waidmannslust und dem HC Ergo 04 Charlottenburg zwei Vereine ausgezeichnet.

Das erarbeitete Kinderschutzsiegel richtet sich nach dem Stufenmodell der Deutschen Sportjugend (DSJ) und ist laut LSB-Präsident Thomas Härtel ein «wichtiges Signal für die Berliner Sportwelt». Sechs Kriterien müssen dabei die Verbände und Vereine erfüllen, um das Siegel verliehen zu bekommen. Die Vereine müssen Kinderbeauftragte benennen und die Prävention jeglicher seelischer, verbaler, körperlicher und sexualisierter Gewalt in ihrer Satzung verankern. Vorstand und Mitarbeiter müssen eine Kinderschutzerklärung einen Ehrenkodex unterschreiben.
Während sich der Verein verpflichtet, die Eckpunkte des Programms aktiv umzusetzen, müssen die Mitarbeiter ihr erweitertes Führungszeugnis regelmäßig überprüfen lassen, der LSB setzt sich für eine Zeit von zwei Jahren ein. Auch eine Schulung ist alle zwei Jahre vorgesehen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 28. Juni 2021 13:09 Uhr

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