Umfrage: Mehrzahl der Schiedsrichter fühlt sich sicher

Umfrage: Mehrzahl der Schiedsrichter fühlt sich sicher

Der überwiegende Teil der Schiedsrichter fühlt sich laut einer Umfrage des Berliner Fußball-Verbands (BFV) auf Berlins Amateurplätzen sicher. 65 Prozent gaben an, noch nie eine Spielleitung auf Grund von Sicherheitsbedenken abgegeben zu haben. Das teilte der BFV als Ergebnis der Umfrage, an der sich 413 aktive Unparteiische aus allen Klassen teilgenommen hatten, am Freitag mit. Allerdings sind auch 83 Prozent schon mindestens einmal Opfer verbaler Gewalt geworden.

Ein Schiedsrichter hält zwei Pfeiffen in der Hand

© dpa

Ein Schiedsrichter hält zwei Pfeiffen in der Hand.

Deutlich seltener als verbale Angriffe ist es laut der Umfrage zu tätlichen Übergriffen gekommen. 62 Prozent wurden noch nie während einer Spielleitung gestoßen, getreten, geschlagen, bespuckt oder beworfen. Als Hauptgrund für verbale oder tätliche Übergriffe wurde die fehlende Akzeptanz getroffener Entscheidungen angegeben. Selbstkritisch merkt die überwiegende Zahl der Befragten an, dass auch das eigene Verhalten zur Eskalation beigetragen habe.
«Ein Großteil unserer Schiedsrichter:innen musste während einer Spielleitung schon mindestens einmal Gewalt erfahren. Das nehmen wir natürlich sehr ernst», analysiert Theresa Hoffmann, wissenschaftliche Referentin des BFV-Schiedsrichterinnen und -schiedsrichterbereichs, die Ergebnisse. «Gleichzeitig können wir anhand der Daten feststellen, dass tätliche Übergriffe deutlich seltener sind als verbale Gewaltvorkommen. Dass sich der überwiegende Teil unserer Schiedsrichter:innen auf den Berliner Fußballplätzen sicher fühlt, ist ebenfalls ein positives Zeichen.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 25. Juni 2021 16:22 Uhr

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