Schriftliche MSA-Prüfungen an Gymnasien fallen künftig weg

Schriftliche MSA-Prüfungen an Gymnasien fallen künftig weg

Berlin hat die umstrittenen schriftlichen Prüfungen für den mittleren Schulabschluss (MSA) an Gymnasien abgeschafft.

Prüfungen

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Ein Zettel "Kein Durchgang Prüfung!" hängt an einer Kordel vor der Aula einer Schule.

Ab dem Schuljahr 2022/2023 wird der MSA und die Berechtigung zum Wechsel in die Oberstufe dort durch die Versetzung in die elfte Klasse erworben. Das teilte die Senatsverwaltung für Bildung am 15. Juni 2021 mit, nachdem der Senat eine entsprechende Änderung des Schulgesetzes beschlossen hatte. Darüber soll anschließend das Abgeordnetenhaus entscheiden.
In der Vergangenheit hatte es regelmäßig Kritik an den schriftlichen MSA-Prüfungen an Gymnasien gegeben, die etwa Lehrer als überflüssige Zusatzbelastung empfanden. Ähnlich äußerte sich Bildungssenatorin Sandra Scheeres zu der Entscheidung: Sie halte es für sinnvoller, wenn die Gymnasiasten sich in der knappen Zeit stärker auf das Abitur vorbereiteten als schriftliche Prüfungen zu schreiben, die nahezu jeder Schüler und jede Schülerin am Gymnasium bestehe.
Im Rahmen der Schulgesetzänderung wurde außerdem beschlossen, dass alle Schulen verpflichtet sein sollen, bis Ende des Schuljahres 2022/2023 ein Kinderschutzkonzept zu erstellen. Ziel soll dabei nach Angaben der Bildungsverwaltung sein, Kindeswohlgefährdungen vorzubeugen. Effektiven Kinderschutz sicherzustellen müsse für alle staatlichen Stellen oberste Priorität haben, erklärte Scheeres. «Jede Schule wird ein eigenes Kinderschutzkonzept erarbeiten. Damit gehen wir auch im bundesweiten Vergleich voran.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 16. Juni 2021 08:22 Uhr

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