Kampagne «Schule muss anders» fordert bessere Bildung

Kampagne «Schule muss anders» fordert bessere Bildung

Die neue Kampagne «Schule muss anders» soll Druck auf die Berliner Parteien machen, sich für eine bessere Bildungspolitik einzusetzen. Kritisiert werden unter anderem Personalmangel an den Schulen, die Überlastung von Lehrkräften sowie zunehmender Druck auf Eltern und Schüler. «Wir wollen, dass unsere Forderungen im nächsten Koalitionsvertrag auftauchen», sagte der Lehrer Philipp Dehne bei der Vorstellung der Kampagne am Donnerstag mit Blick auf die Abgeordnetenhauswahl im September.

Die zentralen Forderungen lauten: mehr Stellen für Lehrkräfte, Sozialarbeiter sowie Erzieherinnen und Erzieher, Verkürzung der Unterrichtszeit der Lehrkräfte und mehr Zeit für die «Beziehungsarbeit» mit Schülern und Eltern, mehr Teams aus unterschiedlichen Berufen von Pflegefachkräften über Künstler bis zu Therapeuten an den Schulen sowie mehr Engagement gegen Diskriminierung und für mehr Teilhabe.
«Wir müssen aufhören, immer nur Löcher zu stopfen und uns endlich trauen, Grundlegendes zu verändern», forderte Dehne von der Initiative Schule in Not, die zusammen mit anderen Organisatoren wie dem Berliner Bündnis für schulische Inklusion, der Montessori-Stiftung Berlin und der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) hinter der Kampagne steht. «Wenn wir nicht noch weitere zehn Jahre im Mangelsystem Bildung leben wollen, das viele Menschen ausschließt, müssen wir jetzt anfangen zu handeln.»
Im Rahmen der Kampagne ist vom 31. Mai bis zum 4. Juni an mehreren Schulen eine Aktionswoche «Schule muss anders» rund um den Tag des Kindes am 1. Juni geplant. Für den 31. Mai (19.00 Uhr) sind außerdem die bildungspolitischen Sprecher von CDU, SPD, Linke und Grünen zu einer Podiumsdiskussion eingeladen. Am 5. Juni soll es eine Demonstration mit dem Titel «Schule muss anders» geben, die um 14.00 Uhr am Hermannplatz in Neukölln startet.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 27. Mai 2021 13:38 Uhr

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