Studie: Massive Verluste für Musiker durch Corona

Studie: Massive Verluste für Musiker durch Corona

Vor allem selbstständige Musiker haben durch die Corona-Pandemie teils massive finanzielle Verluste hinnehmen müssen. Zu diesem Ergebnis kommt eine am 29. April 2021 in Berlin veröffentlichte Studie des Zentrums für Kulturforschung im Auftrag des Deutschen Musikrates.

Eine Musikerin und ein Musiker

© dpa

Archiv: Eine Musikerin und ein Musiker bei der Fête de la Musique in Berlin.

Selbstständig tätige Musiker mussten demnach während des ersten Lockdowns Umsatzeinbrüche von durchschnittlich etwa 44 Prozent verkraften, während der zweiten Welle waren es 45 Prozent. Etwa ein Fünftel dieser Befragten verzeichnete einen kompletten Ausfall von Umsätzen. Angestellte Musiker mussten aufgrund des staatlichen Kurzarbeitergelds laut Studie keine nennenswerten Einkommenseinbußen hinnehmen.
Für das Pandemiejahr 2020/21 berechnet die Studie bei Selbstständigen im Musikbereich ein Minus von etwa 42 Prozent, das durch geleistete Hilfen auf rund 31 Prozent gemildert wurde. Von den etwa 62 Prozent, die keine staatlichen Hilfen beantragt haben, begründeten das 39 Prozent damit, dass Hilfen nicht notwendig gewesen seien, für 43 Prozent gab es keine Grundlage für Anträge.
Für Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates, lässt die Studie «keine Zweifel daran offen, wie verheerend sich die Corona-Zeit auf das Musikleben in Deutschland auswirkt». Es gebe eine «besorgniserregende Erosion vieler Bereiche des Musiklebens». Die Studie basiert auf einer quantitativen Umfrage mit knapp 2900 Beteiligten, hinzu kamen qualitative Befragungen mit 39 Beteiligten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 29. April 2021 12:04 Uhr

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