Mediziner-Lob für Berlin: Verhalten an Pandemie angepasst

Mediziner-Lob für Berlin: Verhalten an Pandemie angepasst

Einer der wissenschaftlichen Leiter des Divi-Intensivregisters zählt Berlin zu den Bundesländern, in denen die Intensivbetten-Belastung momentan nicht ganz so stark steigt.

Ein leeres Bett steht in einer Intensivstation

© dpa

«Das heißt, wir haben eine gewisse Verhaltensänderung auch der Bevölkerung», sagte Christian Karagiannidis vom Klinikum Köln-Merheim am 20. April 2021 in einer Video-Schalte. Vor allem Berlin wolle er dabei «ganz positiv hervorheben». Menschen hätten offenbar die Warnungen ernst genommen. Man merke, dass die Bevölkerung in Berlin sich unabhängig von Gesetzen gut verhalte und sich anpasse. Durch Ostern habe es eine Abbremsung gegeben.
Laut Divi-Intensivregister werden derzeit in Berlin 314 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen behandelt. Stadtweit sind demnach 119 von insgesamt 1140 als betreibbar ausgewiesenen Intensivbetten frei - das sind im Schnitt knapp drei pro Standort. Bei 57 Betten handelt es sich demnach um Intensivbetten spezifisch für Covid-19-Fälle.
Im Lagebericht der Berliner Gesundheitsverwaltung vom Montag wird die Auslastung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten auf 26,2 Prozent beziffert. Der Wert war vor mehr als einer Woche über die kritische Schwelle von einem Viertel gestiegen. Schon seit Wochen warnen Intensivmediziner bundesweit vor einer Überlastung der Kliniken.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 20. April 2021 15:17 Uhr

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