Kassenärzte: 466 000 chronisch Kranke zum Impfen eingeladen

Kassenärzte: 466 000 chronisch Kranke zum Impfen eingeladen

Rund 466 000 Berlinerinnen und Berliner mit chronischen Erkrankungen sind laut der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) zum Impfen gegen das Coronavirus eingeladen worden. Der Versand der Briefe an Patienten zwischen 16 und 70 Jahren sei abgeschlossen, teilte die Organisation am Mittwoch (07. April 2021) mit.

Ein Mitarbeiter vom Impfzentrum hält eine Spritze in der Hand

© dpa

Ein Mitarbeiter vom Impfzentrum hält eine Spritze mit dem Covid-19-Impfstoff in der Hand.

Die Aktion, die die KV als «absolutes Neuland» bezeichnete, hatte Mitte März begonnen. Ziel war es demnach, den Menschen den zusätzlichen Weg in die Praxen für ein Attest zu ersparen. Mithilfe des Schreibens kann ein Termin in einem Impfzentrum vereinbart werden.

Patienten mit Krebs, schweren Lungen- und Nierenerkrankungen eingeladen

Eingeladen wurden nach KV-Angaben Menschen, die unter Bestimmungen der Impfverordnung fallen: Etwa Patienten mit Krebs, schweren Lungen- und Nierenerkrankungen oder Diabetes. Für die Einladung wurden Abrechnungsdaten vom vergangenen Jahr herangezogen. Dies hat allerdings zur Folge, dass nicht alle Menschen mit einem Anspruch auch bereits eingeladen wurden, wie die KV ausführte. Das betrifft zum Beispiel Menschen, die im ersten Quartal 2021 erstmals wegen einer solchen Krankheit in Behandlung waren und deren Abrechnungsdaten noch nicht vorliegen.

Impfhotline vergibt Impfcodes

Betroffene, die bis einschließlich diese Woche keine Einladung erhalten haben, sollen sich laut KV an ihren Arzt wenden. Praxen, die selbst Impfungen gegen Covid-19 anbieten, könnten die Impfung dann durchführen. Ist in der Praxis noch keine solche Impfung möglich, sollen Patienten ein Attest erhalten, hieß es. Damit sei bei der Impfhotline des Senats (030/9028 2200) ein Impfcode erhältlich. So sollen auch Privatpatienten vorgehen. Wer per Post eingeladen wurde, zuvor aber ein Impfangebot direkt vom Hausarzt bekommt, muss den Code aus der Einladung nicht nutzen, erklärte die KV. Die Beteiligung der Hausärzte an der Corona-Impfkampagne war am Dienstag bundesweit angelaufen. Dadurch sollen schneller mehr Menschen einen Schutz vor dem Virus bekommen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 7. April 2021 12:22 Uhr

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