Benin Dialogue Group: Wichtige Schritte für Restitutionen

Benin Dialogue Group: Wichtige Schritte für Restitutionen

Die von internationalen Museen und Experten gebildete Benin Dialogue Group sieht entscheidende Schritte für Restitutionen von Benin-Bronzen aus den Beständen europäischer Museen. Die Plünderung von Benin-Stadt im Jahr 1897 sei die Hauptquelle von Kunstobjekten, die sich heute in Museen weltweit befänden, heißt es in einer Mitteilung der Verbindung, die am Freitag in Berlin verbreitet wurde. Nach der jüngsten Debatte in Deutschland verwies die Benin Dialogue Group darauf, Gespräche über dauerhafte Rückgaben entwickelten sich in den verschiedenen beteiligten Ländern in unterschiedlicher Geschwindigkeit.

Barbara Plankensteiner

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Direktorin des Museum am Rothenbaum Kulturen und Künste der Welt Barbara Plankensteiner steht vor dem Gebäude in Hamburg.

Die konkreteren Pläne für das Edo Museum of West African Arts in Benin City sowie Vereinbarungen zwischen beteiligten Institutionen in Nigeria sieht die Benin Dialogue Group als entscheidende Schritte für die künftige Aufnahme zurückgegebener Kunstwerke, ihre Ausstellung und Aufbewahrung.
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Die Benin Dialogue Group besteht seit 2010. Die Initiative vereinigt Museen aus Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, Österreich und Schweden mit nigerianischen Partnern und Vertretern des Königshofs von Benin. Geleitet wird die Initiative von Barbara Plankensteiner, Direktorin des Hamburger Museum am Rothenbaum, Kulturen und Künste der Welt. Für Berlin ist das Ethnologische Museum Mitglied.
Benin-Bronzen sind auch in zahlreichen deutschen Museen zu finden. Im Berliner Humboldt Forum sollen sie nach bisherigen Plänen eine zentrale rolle spielen. Das Ethnologische Museum verfügt über rund 530 historische Objekte aus dem Königreich Benin, darunter etwa 440 Bronzen. Die Objekte stammten größtenteils aus den britischen Plünderungen des Jahres 1897.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 26. März 2021 13:12 Uhr

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