Berliner Erzbischof: Wir sind schon etwas enttäuscht

Berliner Erzbischof: Wir sind schon etwas enttäuscht

Berlins Erzbischof Heiner Koch hat sich enttäuscht über den Aufruf der Politik gezeigt, zu Ostern auf Gottesdienste mit Besuchern zu verzichten. «Wir sind schon etwas enttäuscht», sagte Koch am Mittwochmorgen (24. März 2021) im rbb-Inforadio.

Heiner Koch

© dpa

Erzbischof Heiner Koch, Bischof des Erzbistums Berlin, spricht.

Die Sorge um die Gesundheit nähmen sie sehr ernst. Sie wollten aber wahrscheinlich «nicht generell» auf Präsenzgottesdienste verzichten. Sie wollten Gottesdienste online anbieten, aber auch andere Möglichkeiten aufnehmen, etwa Gottesdienste im Freien. «Und es wird wahrscheinlich die Möglichkeit geben - unter sehr begrenzten Bedingungen - auch Gottesdienste live zu halten», sagte Koch. Was genau die Landesregierungen in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sagten, würden sie noch erfahren.
Bisher waren die Kirchen davon ausgegangen, an Ostern Gottesdienste unter Einhaltung der Corona-Regeln abhalten zu können. Koch betonte, wie wichtig Ostern für die christliche Kirche sei. Für sie seien das die heiligen Tage. «Ein Gottesdienst ist natürlich kein Geschäftskaufhaus», sagte Koch dem Radiosender. Bund und Länder hatten in der Nacht zum Dienstag beschlossen, Gründonnerstag und Karsamstag einmalig zu «Ruhetagen» zu erklären, um das öffentliche, das private und das Arbeitsleben in der Osterzeit für fünf Tage herunterzufahren. Die Länder rechnen damit, dass das Bundesinnenministerium rasch eine rechtliche Grundlage liefert.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 24. März 2021 10:44 Uhr

Weitere Meldungen