Verluste durch Corona: Zoo entlässt zwölf Mitarbeiter

Verluste durch Corona: Zoo entlässt zwölf Mitarbeiter

Der Berliner Zoo hat wegen der Millionenverluste durch die Corona-Pandemie zwölf Mitarbeitern gekündigt, die im Kassendienst und bei der Ticketkontrolle arbeiten. Eine Sprecherin des Zoos bestätigte am 12. März 2021 einen Bericht der «B.Z.». Demnach soll vom Sommer an ein externer Dienstleister Kasse und Kontrolle übernehmen.

Eingang des Berliner Zoos

© dpa

Elefantentor am Eingang zum Berliner Zoo.

Die Kündigungen beziehen sich nach Angaben von Sprecherin Christiane Reiss nur auf den Zoo, nicht auf den Tierpark. Drei der zwölf Mitarbeiter habe man in anderen Bereichen des Zoos sowie im Tierpark unterbringen können. Der Zoo Berlin beschäftige insgesamt 290 Mitarbeiter. Wie Reiss erklärte, fehlten dem Zoo im vergangenen Jahr Eintrittserlöse in zweistelliger Millionenhöhe. Auch für 2021 rechne man mit Millionenverlusten. Der Tierpark sei hingegen besser durch das Corona-Jahr gekommen, auch weil er nicht so stark auf Touristen angewiesen sei. Im Tierpark soll weiterhin eigenes Personal an den Kassen und der Zutrittskontrolle arbeiten.
Weiter teilte Reiss mit, der Zoo zehre derzeit von Rücklagen, die eigentlich für den «dringend notwendigen Umbau des Menschenaffenhauses» geplant gewesen seien. Dieses Projekt rücke nun ebenso wie der Neubau eines Elefantenhauses «in ferne Zukunft». Bereits vor gut vier Wochen hatten Zoo und Tierpark von massiven finanziellen Verlusten berichtet. «Uns fehlt die Hälfte der Umsätze. Nach vorläufigen Schätzungen rechnen wir für 2020 mit einem Verlust von etwa zwölf Millionen Euro», hatte eine Sprecherin gesagt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 12. März 2021 20:08 Uhr

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