Müller räumt Fehler in der Pandemiebekämpfung ein

Müller räumt Fehler in der Pandemiebekämpfung ein

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat Fehler der Länderchefs in der Pandemiebekämpfung eingeräumt. Es sei falsch gewesen, im Herbst nicht strengere Corona-Maßnahmen beschlossen zu haben.

Michael Müller

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Michael Müller (SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin.

Die Ministerpräsidenten hätten gesagt, «Mensch, es muss nicht allzu hart weitergehen, wir können uns das leisten», sagte Müller am 11. Februar 2021 bei der Plenarsitzung des Berliner Abgeordnetenhauses. «Es war ein Fehler in der Rückschau. Wir hätten im Oktober, November härter bleiben müssen auf unserem Weg. Dann wäre uns das im Dezember nicht passiert mit den hohen Inzidenzen», sagte Müller, der aktuell Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) ist.

Müller: Dürfen jetzt nicht die Nerven verlieren

«Und wir haben unsere Lehrern gezogen», sagte Müller. «So weh es tut und so schwierig dieser Weg ist: Wir sind jetzt an dem Punkt, wo wir nicht die Nerven verlieren dürfen, damit wir auch noch gut durch den März kommen», so der Regierende Bürgermeister. Das Schlimmste aus seiner Sicht wäre, jetzt zwei Wochen oder drei Wochen zu früh den bisherigen Weg abzubrechen und dann in fünf oder sechs Wochen von vorne zu beginnen, sagte Müller.
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«Österreichische Weg» für Berlin keine Option

«Wir sitzen zusammen mit den Vertretern der Wirtschaft, die sagen uns: «Macht das auch bitte nicht. Es ist furchtbar, die Situation, in der wir uns befinden. Aber noch viel furchtbarer wäre, wenn ihr jetzt abbrecht.»» Müller warnte vor einer «endlosen Schleife von Zumachen, Aufmachen, Zumachen, Aufmachen». «Diesen österreichischen Weg, um es mal ganz klar zu sagen, finde ich verheerend.»

Corona-Maßnahmen bis zum 7. März verlängert

Die Länderchefs und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) haben sich am Mittwoch nach mehrstündigen Beratungen verständigt, die aktuell geltenden Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie grundsätzlich bis zum 7. März zu verlängern. Sollte die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen bis dahin stabil unter 35 gesunken sein, sollen die Länder die Beschränkungen danach ihre Corona-Schutzverordnungen jeweils schrittweise lockern.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 11. Februar 2021 15:01 Uhr

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