Beauftragte weisen Kritik an Datenschutz in Krise zurück

Beauftragte weisen Kritik an Datenschutz in Krise zurück

Die Datenschutzbeauftragten in Berlin und Rheinland-Pfalz haben in der Corona-Krise Kritik an den Richtlinien des Datenschutzes zurückgewiesen.

Corona-Warn-App

© dpa

Die Corona-Warn-App mit der Seite zur Risiko-Ermittlung ist im Display eines Smartphones zu sehen.

«Der Datenschutz ist kein Verhinderer, sondern ein wichtiger Regulator und Steuerungsfaktor», heißt es in einem Schreiben von Maja Smoltczyk und Dieter Kugelmann, das der «Süddeutschen Zeitung» und dem «Tagesspiegel» vorliegt. Ein angemessener Datenschutz dürfe nicht «dem Virus zum Opfer fallen. Es vergehe kein Tag, an dem Politikerinnen und Politiker unterschiedlicher Couleur oder vermeintliche Experten nicht behaupten, die Pandemie sei leicht in den Griff zu bekommen, wenn man nur den Datenschutz zurechtstutze.
Nach jedem Anschlag oder Ausheben eines Kinderporno-Rings erschalle der Ruf: «Datenschutz ist Täterschutz! Datenschutz gefährdet Menschenleben!» Auch der Schutz der Daten schütze Menschen. Die Corona-App sei auch deshalb mehr als 25 Millionen mal heruntergeladen worden, weil Nutzer sich darauf verlassen könnten, «dass ihre Daten nicht zu unvorsehbaren Zwecken missbraucht werden».

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 5. Februar 2021 14:50 Uhr

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