Kritik an Kalaycis Impfstoff-Äußerungen

Kritik an Kalaycis Impfstoff-Äußerungen

Wenige Tage vor dem bundesweiten Impfgipfel hat Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci mit Äußerungen zu einer möglichen Impfproduktion in der Hauptstadt Kritik hervorgerufen.

Der Abgeordnete Florian Kluckert (FDP)

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Der Abgeordnete Florian Kluckert (FDP).

«Erst hat die Gesundheitssenatorin mit einem strahlenden Gesicht groß verkündet, dass Berlin Impfstoff produzieren wird. Und dann kam das große Zurückrudern», sagte der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Florian Kluckert, am Freitag. «Das zeigt das gesamte Chaos beim Krisenmanagement beim Senat.»

Impfgipfel: Videokonferenz am Montag geplant

Kalayci hatte am Donnerstag im Abgeordnetenhaus von Gesprächen mit dem Arzneimittelhersteller Berlin-Chemie berichtet und verkündet, Berlin stehe bereit, bei der Produktion von Impfstoff mitzuhelfen. Das Unternehmen erklärte wenige Stunden später jedoch, es sei mit seinen Produktionsstätten gar nicht in der Lage, Impfstoffe zu produzieren. Die FDP sprach von einer «Riesen-Nullnummer». CDU-Landeschef Kai Wegner schlug in dieselbe Kerbe: «Es scheint, dass auf der Suche nach einem kurzfristigen PR-Erfolg bei Rot-Rot-Grün der gesunde Menschenverstand in den Hintergrund getreten ist. Im Ergebnis hat Rot-Rot-Grün Berlin bis auf die Knochen blamiert.»

Impfstoffhersteller, Ministerpräsidenten und EU-Kommission beraten gemeinsam

Der Impfgipfel soll am Montag unter anderem über Möglichkeiten für einen Ausbau der Herstellung beraten. An der Videokonferenz sollen die Regierungschefs der Länder, darunter auch Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD), mehrere Bundesminister, Impfstoffhersteller sowie Vertreter der EU-Kommission teilnehmen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 29. Januar 2021 14:23 Uhr

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