Bund und Länder beraten über Corona-Maßnahmen

Bund und Länder beraten über Corona-Maßnahmen

Bund und Länder beraten am Dienstag (19. Januar 2021) über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise. Dabei zeichnet sich eine Verlängerung der Corona-Maßnahmen bis in den Februar hinein ab.

Michael Müller

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Michael Müller (SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte am Montag in Berlin: «Es ist besser, wenn wir jetzt zusammen noch die nächsten zwei, drei, vielleicht vier Wochen die Zahlen deutlich runterbringen, Kontakte reduzieren.» Berlins Regierender Bürgermeister und Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz, Michael Müller (SPD), sagte am Freitag, im privaten und häuslichen Bereich gebe es bereits starke Einschränkungen, bei den Unternehmen sehe er aber noch Spielraum. Dazu gehöre auch die Frage nach einer klareren Homeoffice-Regel.

Derzeit 15 Prozent der Beschäftigten im Homeoffice

Die SPD-Chefs Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken erklärten am Montag: «Es geht weniger um Verschärfung durch zusätzliche Maßnahmen als um Verschärfung durch eine konsequentere Anwendung.» Derzeit arbeiteten 15 Prozent der Beschäftigten im Homeoffice. «Wir hatten in der ersten Welle 27 Prozent. Man sieht also, dass deutlich mehr möglich ist», sagte Esken. Wo dies nicht möglich sei, müsse man mindestens wöchentlich testen und Masken auch am Arbeitsplatz tragen.

Scholz (SPD): 14 Tage Verlängerung wahrscheinlich

Die am Dienstag übliche Sitzung des Senats fällt wegen der Bund-Länder-Beratungen aus. Stattdessen diskutiert der Senat voraussichtlich am Mittwoch über die Ergebnisse. Der bereits kürzlich verschärfte Lockdown ist bislang bis Ende Januar vorgesehen. Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) sagte am Sonntagabend im «Bild»-Talk: «Ich gehe davon aus, dass das schon 14 Tage sein können, die noch einmal dazu kommen.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 19. Januar 2021 08:31 Uhr

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