Pop und Breitenbach fordern Ausweitung der Arbeit im Homeoffice

Pop und Breitenbach fordern Ausweitung der Arbeit im Homeoffice

Angesichts der hohen Infektionszahlen in Berlin haben Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) und Arbeitssenatorin Elke Breitenbach (Linke) weitere Anstrengungen zur Ausweitung der Arbeit im Homeoffice und zur Arbeitsplatzsicherheit gefordert.

  • Ramona Pop (Bündnis 90/Die Grünen)© dpa
    Ramona Pop (Bündnis90/ Die Grünen), Senatorin für Wirtschaft.
  • Elke Breitenbach spricht auf einer Pressekonferenz© dpa
    Elke Breitenbach, Arbeitssenatorin von Berlin, spricht auf einer Pressekonferenz.
«Unser gemeinsames Ziel ist es, die Anwesenheitsquote wo immer möglich gegenüber der im normalen Betrieb üblichen Anwesenheit weiter spürbar zu reduzieren», teilten die Senatorinnen am Freitag mit. Tags zuvor hatte es ein Treffen der Wirtschaftsverwaltung und der Senatsverwaltung für Arbeit und Soziales mit Vertretern von Berliner Unternehmen und Gewerkschaften gegeben.
Das Homeoffice solle immer dort zur Regel werden, wo das auf Grund der Art der Tätigkeit möglich sei, heißt es in einer Mitteilung der beiden Senatsverwaltungen. «Die Arbeit in Großraumbüros sollte weitgehend vermieden und die Anzahl der Mitarbeiter vor Ort reduziert werden.» Wo trotzdem Arbeiten vor Ort notwendig seien, sollten Hygiene- und Schutzmaßnahmen verstärkt werden.
«Wir haben Einigkeit darüber erzielt, dass die Covid-19-Pandemie unsere Gesellschaft weiterhin vor große Herausforderungen stellt, die sich durch die Verbreitung der Mutation B 1.1.7 noch verschärfen», so die beiden Senatsmitglieder. «Der Schutz von Gesundheit und Leben verpflichtet uns, die Zahl der Kontakte und die Fahrten hin und weg vom Arbeitsplatz weiter zu reduzieren.» Unternehmen und Beschäftigte seien aufgerufen, Kontakte zu verringern, um Ansteckungen noch besser zu vermeiden.
Der Regierende Bürgermeister, Michael Müller, (SPD) sagte am Freitag, er sehe bei den Unternehmen noch Spielraum - auch mit Blick auf die Frage nach einer klareren Homeoffice-Regel. «Ich bin der Ansicht, dass Unternehmen in der aktuell angespannten Lage begründen müssen, warum Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter noch vor Ort und in Präsenz arbeiten müssen, wenn andere Möglichkeiten vorhanden sind.» Bund und Länder wollen am Dienstag über mögliche Verschärfungen der Corona-Maßnahmen beraten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 15. Januar 2021 14:45 Uhr

Weitere Meldungen