Innensenator: Corona-Verbote wirken noch nicht genug

Innensenator: Corona-Verbote wirken noch nicht genug

Die aktuellen strikten Corona-Verbote sind nach Einschätzung des Berliner Senats lange nicht so wirksam wie zu Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020. «Die Maßnahmen haben noch nicht dazu geführt, dass die Beruhigung eingetreten ist, die wir brauchen», sagte Innensenator Andreas Geisel (SPD) am Montag (11. Januar 2021) im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses.

Andreas Geisel (SPD), Innensenator von Berlin

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Andreas Geisel (SPD), Innensenator von Berlin.

Am Wochenende und in den Tagen zuvor seien immer noch viele Menschen unterwegs gewesen. Die Auslastung der Bahnen und Busse der Verkehrsbetriebe BVG liege noch bei 50 Prozent, sagte Geisel. «Das führt dazu, dass die Verbreitung von Corona sehr stark ist. (...) Die Lage in den Krankenhäusern ist besorgniserregend.» Seit März 2020 wurden laut Geisel insgesamt 10 417 Ordnungswidrigkeiten gegen die Infektionsschutzverordnung festgestellt. Zuletzt waren es in der letzten Woche des vergangenen Jahres 271 registrierte Verstöße - ein großer Teil davon wegen zu geringer Abstände oder zu vielen Kontakten. Anfang 2021 fielen bei Kontrollen in U-Bahnen, S-Bahnen und Bussen 214 Menschen ohne Mund-Nasen-Schutz auf.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 11. Januar 2021 13:21 Uhr

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