Schärfere Kontaktverbote ab Sonntag

Schärfere Kontaktverbote ab Sonntag

Zur Bekämpfung der Corona-Pandemie gelten ab diesem Sonntag noch schärfere Kontaktbeschränkungen als bisher schon. Private Treffen sind nur noch mit der eigenen Familie oder Wohngemeinschaft sowie höchstens einem weiteren Menschen erlaubt.

Kontaktbeschränkungen

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Eindämmung des Coronavirus – Berliner Senat beschließt weitgehende Kontaktbeschränkungen

Zusätzliche Kinder sind nicht zulässig, außer wenn das Treffen mit Alleinerziehenden stattfindet. Damit sollen die privaten Kontakte weiter reduziert werden. Bisher galt für private Treffen in Berlin eine Obergrenze von fünf Menschen aus zwei Haushalten, Kinder zählten dabei nicht mit. Allerdings ist auch bekannt, dass solche privaten Treffen nicht gezielt kontrolliert werden, noch dass Ordnungsämter oder Polizei das in so einer großen Stadt überhaupt leisten könnten.
Durch die kürzlich beschlossene Verlängerung des Lockdowns bis zum 31. Januar bleiben die meisten Geschäfte, Schulen und Kindergärten sowie Restaurants, Kneipen, Sporthallen und Kultur- und Veranstaltungseinrichtungen geschlossen. Die Menschen sollen ihre Wohnungen nur mit einem «triftigem Grund», wie Einkaufen und Bewegung im Freien verlassen. Das Trinken von Alkohol im öffentlichen Raum im Freien ist verboten. Übernachtungen in Hotels sind ebenfalls weitgehend untersagt.
Schulunterricht gibt es ab Montag nur für die Abschlussklassen 10, 12 und 13 an Gymnasien und Sekundarschulen in kleinen Gruppen. Der ursprünglich erst für den 11. und dann für den 18. Januar geplante allgemeine Schulbeginn ist weiter aufgeschoben. Nun will der Senat am 19. Januar entscheiden, wie es ab dem 25. Januar mit den Grundschulen weiter geht.
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AfD und FDP forderten am Samstag möglichst bald wieder Schulunterricht unter bestimmten Sicherheitsmaßnahmen. «Berlin braucht offene Schulen, um den drohenden Bildungsnotstand noch abzuwenden», erklärte die AfD. Die FDP teilte mit: «Es gab gute Gründe dafür, die Schulen bereits früher wieder zu öffnen.» Gerade für die jüngsten Schüler sei Unterricht durch die Lehrer sehr wichtig. Voraussetzung seien Maßnahmen gegen Corona-Infektionen: zwei Schnelltests pro Woche für Lehrer und Schüler sowie FFP-2-Masken für Lehrer und Plexiglas am Lehrerpult, so der FDP-Bildungspolitiker Paul Fresdorf. «Mit diesen Vorkehrungen könnte der Unterricht in halben Klassen bereits früher beginnen.» Auch Bildungsforscher hatten betont, dass echter Schulunterricht für Grundschüler nicht zu ersetzen sei.
Nach Protesten der Lehrergewerkschaft GEW, einigen Schulleitern, Schülervertretern und einem Teil der Eltern war Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) am Freitag zurückgerudert und hatte die geplante Wiedereröffnung der Schulen für die Klassen 1 bis 9 mindestens bis zum 25. Januar verschoben. Bis dahin müssen sich weiter vor allem die Eltern um Betreuung der Kinder und Vermittlung des Lernstoffs kümmern.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 9. Januar 2021 19:55 Uhr

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