Senatorin Scheeres verteidigt schrittweise Schulöffnung

Senatorin Scheeres verteidigt schrittweise Schulöffnung

Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres hat die Pläne des Senats zur schrittweisen Wiedereröffnung der Schulen trotz des Corona-Lockdowns als sachgerecht verteidigt.

Sandra Scheeres (SPD) trägt einen Mund-Nasen-Schutz

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Sandra Scheeres (SPD) trägt einen Mund-Nasen-Schutz

«Es ist eine bewusste Entscheidung, eine durchdachte Entscheidung», sagte die SPD-Politikern am Donnerstag (7. Januar 2021) im Abgeordnetenhaus. Die Folgen seien unabsehbar, wenn etwa Grundschüler für sechs Wochen nicht in der Schulen seien. Deshalb hätten auch Experten empfohlen, behutsam mit Kleinsten anzufangen: «Damit sie uns nicht wegrutschen», so Scheeres.

Negative Folgen der Schließungen seine Lernleistung, Sprachdefizite, Übergewicht

Junge Menschen bräuchten gute Bildung und Schulabschlüsse für ihre Zukunft. Daher gelte es, verantwortungsvoll abzuwägen zwischen dem nötigen Gesundheitsschutz und dem Recht auf Bildung. «Hier müssen wir einfach einen guten Mittelweg gehen, dass wir hier die besten Möglichkeiten für unsere Kinder, Jugendlichen, Familien, aber eben auch für unsere Lehrkräfte haben.» Die negativen Folgen der mehrwöchigen Schulschließungen während des ersten Lockdowns im Frühjahr seien noch heute zu spüren, sagte Scheeres. Sie nannte Lernleistung, Sprachdefizite, Übergewicht. Auch das gelte es zu beachten. Und immer wieder komme in der Corona-Krise die Forderung nach Planungssicherheit. «Deshalb ist es richtig zu sagen, wir stellen einen Plan auf bis nach den Ferien.»

Ab 11. Januar Wechselunterricht geplant

Natürlich stehe jede Entscheidung unter dem Vorbehalt der Infektionslage. «Wenn sich die Situation wieder verschlechtern sollte, klar, muss man jede Maßnahme neu diskutieren», so Scheeres. Der Senat hatte am Mittwoch beschlossen, ab 11. Januar schrittweise zumindest wieder Wechselunterricht anzubieten, also eine Kombination aus Lernen zu Hause und in den Schulen in kleinen Gruppen. Den Anfang sollen die abschlussrelevanten Jahrgänge machen, eine Woche später sollen Grundschüler der Klassen 1 bis 3 folgen. Nach den Winterferien, so die Hoffnung, soll der Präsenzunterricht ab 15. Februar für alle wieder regulär wie vor dem Lockdown laufen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 8. Januar 2021 07:35 Uhr

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