Müller: Berlin bleibt bei Impfstrategie vorsichtig

Müller: Berlin bleibt bei Impfstrategie vorsichtig

Trotz absehbarer Zulassung eines zweiten Impfstoffs gegen das Coronavirus will Berlin bei seiner Impfkampagne weiter vorsichtig bleiben. Dazu gehöre, Reserven vorzuhalten, um die bislang einmal geimpften Menschen im Abstand von einigen Wochen ein zweites Mal impfen zu können, teilte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Mittwoch (6. Januar 2021) nach einer Senatssitzung mit.

Michael Müller

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Michael Müller (SPD), Berlins Regierender Bürgermeister.

Mit den zur Verfügung stehenden Impfstoffen und den Aussagen der Bundesregierung zur Liefersicherheit gebe es im Kampf gegen die Pandemie zwar eine neue Perspektive. Und neue Impfkapazitäten brächten mehr Spielraum bei der Verteilung. «Aber es ist noch nicht so, dass wir sie haben», sagte Müller. Deshalb sei es richtig, weiter vorsichtig zu agieren. «Wir werden noch nicht alles verimpfen, was da ist - in der Hoffnung: Es wird schon gutgehen mit den neuen Lieferungen.»

Rund 22 000 Menschen bereits gegen Corona geimpft

Müller zufolge hat Berlin bisher 58 000 Impfdosen des Herstellers Biontech/Pfizer erhalten. 29 000 davon seien zurückgelegt für die zweite Impfung, die dann eine Immunisierung bringen soll. Für den 8. und 18. Januar und dann wöchentlich habe der Bund jeweils rund 30 000 weitere Dosen zugesagt. Bis einschließlich 5. Januar wurden in Berlin laut Robert Koch- Institut fast 22 000 Menschen gegen Corona geimpft. Am Mittwoch hat die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) die bedingte Marktzulassung für einen Corona-Impfstoff des US-Pharma-Unternehmens Moderna empfohlen. Die endgültige Zulassung dieses zweiten Vakzins durch die EU-Kommission gilt als Formsache.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 6. Januar 2021 16:30 Uhr

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