Gesundheitssenatorin kritisiert geringe Menge Impfdosen

Gesundheitssenatorin kritisiert geringe Menge Impfdosen

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) hat die derzeit geringe Zahl an Impfdosen gegen das Coronavirus für die Hauptstadt kritisiert.

Dilek Kalayci

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Dilek Kalayci (SPD) hält Impfdosen in den Händen.

«Wir sind alle enttäuscht über die geringen Mengen», sagte Kalayci am Mittwochmorgen im RBB-Inforadio. «Wir haben dieses Jahr 58 500 Impfdosen.» Das reiche gerade mal für die Bewohnerinnen und Bewohner in den Pflegeheimen. Im neuen Jahr werden pro Kalenderwoche weitere 29 250 Dosen erwartet. Es ärgere sie maßlos, dass für die Lieferung in der ersten Woche 2021 noch nicht klar sei, ob diese Sonntag oder Montag angeliefert würden. «Es sind bundesweit sehr hohe Verträge abgeschlossen, das heißt, an der Gesamtmenge wird es nicht liegen, aber es ist vor allem ein Zeitfaktor.» Es nütze nichts, wenn der Impfstoff Ende des Jahres komme, «wir brauchen ihn jetzt», sagte Kalayci.
Auch aufgrund des fehlenden Impfstoffs war am Dienstag das Impfzentrum in der Arena-Halle in Treptow nur zwei Tage nach seiner Öffnung wieder geschlossen worden. Kalayci betonte im Inforadio, dass es erst am 4. Januar wieder den Betrieb aufnehmen werde. Die Impfungen in Berlin haben am Sonntag begonnen. Mobile Impfteams waren in Senioren- und Pflegeheimen unterwegs. In Treptow, dem mit 80 Impfkabinen größten Impfzentrum der Stadt, sollten zunächst die Mitarbeiter aus den Pflegeheimen geimpft werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 30. Dezember 2020 10:43 Uhr

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