Wegner fordert pannenfreien Schulstart nach den Ferien

Wegner fordert pannenfreien Schulstart nach den Ferien

Berlins CDU-Vorsitzender Kai Wegner fordert, dass der digitale Schulstart nach den Ferien in der Corona-Pandemie nicht von technischen Problemen überschattet sein dürfe. «Es fehlt an allem: keine Luftreinigungsgeräte, keine organisatorischen Konzepte, keine funktionierende Technik», sagte Wegner der Deutschen Presse-Agentur. «Wenn sich von 108 000 Usern nur 8000 auf die Schulplattform Lernraum Berlin einloggen können, ist das einfach nur peinlich», kritisierte der CDU-Landeschef mit Blick auf die Panne zu Beginn der digitalen Unterrichtsphase in der Woche vor Weihnachten. «Ich erwarte, dass Frau Scheeres das endlich in den Griff bekommt und die Technik spätestens zum Schulbeginn funktioniert», sagte er in Richtung von Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD).

Kai Wegner (CDU)

© dpa

Der Landesvorsitzende der CDU Berlin, Kai Wegner, spricht.

Ein Sprecher der Bildungsverwaltung erwiderte am Dienstag, der Lernraum Berlin sei stabil und habe zuletzt Zugriffsrekorde verzeichnet. Die Kapazitäten seien massiv ausgebaut worden. «Zum Jahreswechsel wird dort nun auch das Videokonferenz-Tool Big Blue Button installiert sein, so dass Lehrkräfte mit ihren Schülerinnen und Schülern auch aus der Ferne datensicher von Angesicht zu Angesicht lernen können.»
Wegner, der seine Partei 2021 in den Wahlkampf ums Abgeordnetenhaus führen will, kritisierte, die Bildungssenatorin habe in den vergangenen Monaten verschlafen, die Schulen auf die zweite Coronawelle vorzubereiten. «Mitten in der Coronakrise zeigt sich das ganze Ausmaß der Scheereskrise», sagte der CDU-Politiker. «Die Digitalisierung scheitert im Land Berlin nicht zwingend am Geld. Liegen die Konzepte vor, brauchen wir schnelle Genehmigungsverfahren, am besten, indem wir in jedem Bezirksamt Digitalisierungslotsen benennen, die sich um zügige Genehmigungsverfahren und die Logistik kümmern», sagte der CDU-Chef.
«Das vorhandene Geld muss schleunigst abgerufen werden. Das hybride Lernen wird nicht im Februar beendet sein. Wenn man es klug anstellt, kann das hybride Lernen auch ein fester Baustein für die Schule der Zukunft werden», sagte Wegner. «Der Bund stellt dem Land Berlin 257 Millionen Euro aus dem Digitalpakt zur Verfügung. Doch erst klägliche dreieinhalb Prozent der Fördermittel wurden bislang abgerufen.»
Die Schulen würden alleine gelassen. «Sie sollen Förderpläne, Unterrichtspläne, Hygienepläne und Medienpläne erstellen - ohne zusätzliches Personal», sagte Wegner. «Dabei könnte vieles davon zentral gesteuert laufen und die Schulen entlasten.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 29. Dezember 2020 14:16 Uhr

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