Aufarbeitungs-Stiftung: Fast 2,8 Millionen Euro für Projekte

Aufarbeitungs-Stiftung: Fast 2,8 Millionen Euro für Projekte

Die Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur fördert im nächsten Jahr bundesweit 142 Projekte mit knapp 2,8 Millionen Euro. Damit könnten Dokumentarfilme, Publikationen, Ausstellungen sowie Tagungen und Bildungsmaterialien realisiert werden, teilte sie am Donnerstag mit. Zudem bleibe die Unterstützung von Opfern politischer Verfolgung eine zentrale Aufgabe. Für die Beratung von Betroffenen und Initiativen der Opferverbände werden rund 243 000 Euro bereitgestellt.

Anliegen der Projektförderung sei, die weitere Auseinandersetzung mit der kommunistischen Herrschaft als gesamtdeutsche Aufgabe zu verankern, hieß es. Fragen zur deutschen Teilung und deren Folgen spielten gerade 2021 eine große Rolle - es steht der 60. Jahrestag des Mauerbaus bevor (13. August 1961).
Die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit sei keine ostdeutsche Regionalangelegenheit, betonte die Stiftung. Dies belegten auch Anfragen und Projektvorschläge aus dem gesamten Bundesgebiet. Demnach befassten sich 44 Projekte mit der Transformation nach 1990 nicht nur in Deutschland, sondern auch in Osteuropa. Darunter seien Arbeiten, die sich mit dem Zerfall der Sowjetunion Ende 1991 beschäftigten und so den Blick über den Tellerrand der deutschen Aufarbeitung richteten. In einigen Vorhaben gehe es auch um demokratische Grundwerte.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 17. Dezember 2020 15:12 Uhr

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