Weiter Probleme bei digitaler Plattform Lernraum Berlin

Weiter Probleme bei digitaler Plattform Lernraum Berlin

Nach massiven Schwierigkeiten bei der digitalen Plattform Lernraum Berlin am Mittwoch sahen sich etliche Schüler und Lehrer auch am Donnerstag mit Problemen beim häuslichen Lernen konfrontiert. Manche Nutzer berichteten, am Morgen sei es zunächst erneut nicht möglich gewesen, sich einzuloggen. Andere wiesen darauf hin, dass dieser Prozess besser funktioniert habe als am Vortag, aber die Systeme teils so langsam liefen, dass nicht alle Angebote ohne weiteres nutzbar seien.

Ein Sprecher der Bildungsverwaltung sagte: «Der Lernraum Berlin steht seit dem frühen Morgen wieder zur Verfügung.» Weit über 20 000 Nutzer seien dort am Vormittag aktiv gewesen, am Mittwoch hatten sich nur 8000 anmelden können. «Die Anmeldung funktioniert meist zügig, mitunter kann es etwas dauern. Techniker arbeiten weiter an der Optimierung, um mögliche Wartezeiten noch zu verringern.»
Ursache für die Probleme seien nach einer ersten Analyse die strikten Sicherheitseinstellungen gewesen, die dazu geführt hätten, dass der Aufbau der verschlüsselten Verbindung zu lange gedauert habe. Auf der Webseite selbst war zu lesen, es werde daran gearbeitet, die Plattform den neuen Anforderungen anzupassen. Die Anzahl der gleichzeitigen Zugriffe habe sich am Mittwoch - dem Beginn des harten Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie mit der Schließung der Schulen - «von einem Tag auf den anderen deutlich gesteigert».
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© Meier & Mannack GbR

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Der Vorsitzende des Landeselternrates, Norman Heise, kritisierte die mangelhafte Vorbereitung auf den Schul-Lockdown. «Leidtragende sind die Schüler, die sich ihrerseits vielfach sehr gut vorbereitet haben, nun die digitalen Angebote aber nur eingeschränkt nutzen können.»
Die Schüler sollen bis Freitag (18.12.) und nach den Ferien vom 4. bis 8. Januar angeleitet von ihren Lehrern zu Hause lernen. Dazu nutzen Schulen unterschiedliche Plattformen. Der Lernraum wird vom Senat als datensicheres System empfohlen. Aktuell haben dort laut Bildungsverwaltung 108 000 Nutzer einen aktiven Account.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 17. Dezember 2020 12:57 Uhr

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