Humboldt Forum soll Kolonialgeschichte aufarbeiten

Humboldt Forum soll Kolonialgeschichte aufarbeiten

Zur digitalen Eröffnung des Humboldt Forums (19.00 Uhr) haben sich Verantwortliche für eine offensive Aufarbeitung der deutschen Kolonialgeschichte in dem Berliner Zentrum für Kultur, Kunst und Wissenschaft ausgesprochen. Kulturstaatsministerin Monika Grütters sieht mit dem Humboldt Forum «Raum im Herzen der deutschen Hauptstadt» für einen «gleichberechtigten Dialog der Kulturen».

Humboldt Forum

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Hans-Dieter Hegner, Vorstand Bau der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss, spricht zu dem Eröffnungsjahr des Humboldt Forums.

Die Namensgeber Wilhelm und Alexander von Humboldt seien «für die Annäherung an das Fremde für uns heute Vorbilder und Vordenker mit ihrer Lust, die Welt anzuschauen, über die Grenzen der eigenen Weltanschauung hinweg mit ihrer Neugierde dem Fremden zu begegnen, ohne es abzuwehren oder abzuwerten», sagte die CDU-Politikerin.
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Generalintendant Hartmut Dorgerloh sagte, das Humboldt Forum fühle sich verpflichtet, «sich für demokratische Werte, Meinungsfreiheit und Toleranz einzusetzen». Es solle eine internationale Dialogplattform für globale kulturelle Fragen entstehen. Mit Blick auf die noch verschlossenen Türen sagte Dorgerloh, nur mit Öffentlichkeit werde der neue Ort im Zentrum des Stadt lebendig. «Er entfaltet seine Anziehungskraft und Wirksamkeit erst mit Publikum.» Das Humboldt Forum solle «ein Ort des Verstehens, des gemeinsamen Nachdenkens und des gemeinsamen Handelns» werden.
Nach sieben Jahren Bauzeit soll das 677 Millionen Euro teure Projekt hinter der teilweise rekonstruierten Barockfassade des Berliner Stadtschlosses in drei Etappen bis Ende 2021 eröffnet werden. Das Humboldt Forum nutzen künftig zwei Museen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, das Land Berlin und die Humboldt-Universität. Gezeigt werden sollen Exponate etwa aus Asien, Afrika, Amerika und Ozeanien sowie Objekte zur Geschichte Berlins.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 16. Dezember 2020 14:18 Uhr

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