Kapek fordert auch «Zündverbot» zu Silvester

Kapek fordert auch «Zündverbot» zu Silvester

Die Berliner Grünen-Fraktionschefin Antje Kapek fordert Nachbesserungen bei dem von Bund und Ländern wegen der Corona-Pandemie vereinbarten Verkaufsverbot für Silvesterböller.

Grünen-Fraktionschefin Antje Kapek

© dpa

Antje Kapek, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus.

«Nur wenn es eine konsequente Regelung inklusive eines Kauf- und Zündverbots gibt, können wir wirklich davon ausgehen, dass es keine Böllerei in der Silvesternacht geben wird», sagte Kapek am 14. Dezember 2020 auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. «Um Verletzungen vorzubeugen und das überlastete Rettungs- und Pflegepersonal zu entlasten, fordern wir daher den Bundesinnenminister Horst Seehofer auf, die Sprengstoffverordnung entsprechend anzupassen und die Regelungslücke zu schließen.» Ähnlich äußerte sich Kapek im RBB.
Bund und Länder hatten sich am Sonntag darauf verständigt, den Verkauf von Feuerwerk vor Silvester zu verbieten. Silvester und Neujahr soll ein bundesweites An- und Versammlungsverbot gelten. Die rechtlichen Rahmenbedingungen hierfür regelt der Bund.
Zudem gilt ein Feuerwerksverbot auf besonders belebten Plätzen, Details legen die Kommunen fest. In Berlin sind zwei Böller-Verbotszonen rund um die Pallasstraße in Schöneberg und am Alex geplant. An allen anderen Stellen in der Stadt darf jedermann böllern, wenn er noch Bestände aus dem Vorjahr hat oder sich via Internet Knallkörper oder Raketen aus dem Ausland besorgt. Das darf aber nicht in größeren Gruppen geschehen. Über den Jahreswechsel gilt ab 31. Dezember um 14.00 Uhr zudem ein Alkoholverkaufsverbot.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 14. Dezember 2020 13:55 Uhr

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